Weißenhorn | Schlossplatz


Wettbewerb | 2015, 2. Preis

Planung | 2015 – 2016

Realisierung | 2016

Bauherr | Stadt Weißenhorn

Größe | ca. 0,2 ha

 

Der baulichen In-Wert-Setzung des Ensembles Kirche, Schlösser und Gasthaus um den Schlossplatz folgt die funktionale und emotionale Einbindung der Flächen in das städtische Leben: die Wahrnehmung als öffentlicher Raum mit großzügiger Gastronomienutzung und Teil des Stadtspaziergangs wurde erreicht durch die Umnutzung des ehemaligen Schlossgartens zum neuen Schlossplatz. Besondere Bedeutung erlangen hierbei die Gestaltung der Zugangssituationen von Kirchplatz bzw. Wettbach aus und die Blicklenkung, um die historischen Fassaden angemessen in Szene zu setzen. Die Integration in das System städtischer Straßen und Plätze bedingt die Öffnung des Schlossplatzes zum Kirchplatz und Wettbach und damit die Beseitigung der Gitter aus den 80er Jahren.

 




Schlossplatz

Schlossplatz | Zugang vom Wettbach

Schlossplatz | Blick zum Rathaus-Eingang

Sitzinsel

Die Granit-Materialität der Umgebung wird aufgenommen, lediglich Verlegeart, Formate und Oberflächenbeschaffenheit – alle Oberflächen und Steinkanten gesägt – tragen den modernen Zeiten Rechnung. Ein Hauptband aus großformatigen Platten betont die Wegerichtung und lenkt den Blick auf die wertvollen historischen Gebäude. Der Wechsel zwischen Plattenbelag und Pflasterung bildet eine selbstverständliche Zonierung zwischen der zentralen Bewegungsfläche und den Vorflächen der Gebäude.Zur Freihaltung der wichtigen Blickbeziehungen und Zufahrtsbereiche wird auf Großgrün verzichtet, Sitzinseln akzentuieren die Nebenflächen und setzen grüne Aspekte mit Felsenbirnen als 4-Jahreszeiten-Gehölz. Die Entwässerung des Platzes erfolgt über Schlitzrinnen, die gleichzeitig der Belagstrennung dienen, Unterschiede im Niveau werden durch Stufen oder Rampen verarbeitet.

Lageplan Wettbewerb